Mehrweg-System

Pizza-Karton adé, sagt Recircle

Geht mit der Pizza und kommt wieder: Die Pizza-Mehrweg-Box von Recircle.
ReCircle
Geht mit der Pizza und kommt wieder: Die Pizza-Mehrweg-Box von Recircle.

Wer Pizza bestellt oder aus der Lieblingspizzeria mitnimmt, hat am Ende einen verklebten Karton übrig. Damit bei Deutschlands Lieblings-Gericht für Take-away und Delivery künftig weniger Müll entsteht, hat das Start-up Recircle einen kreisrunden Behälter auf den Markt gebracht.

Ab 1. Januar müssen alle Anbieter von Speisen und Getränken zum Mitnehmen Kunden und Gästen die Möglichkeit bieten, Mehrweg-Verpackungen zu wählen. Dies besagt die Verpackungsordnugn, die in Deutschland das EU-Recht umsetzt.  Von der Pflicht ausgenommen sind lediglich kleine Verkaufsstellen wie Imbisse, Spätkauf-Läden und Kioske, in denen insgesamt höchstens fünf Beschäftigte arbeiten und deren Ladenfläche 80 Quadratmeter nicht überschreitet

Die Recircle-Box Pizza hat Platz für eine Pizza mit bis zu 32 Zentimetern Durchmesser. Sie ergänzt materialgleich das achtteilige Sortiment: vier Boxen in unterschiedlichen Größen, passendes Besteck sowie drei Becher-Modelle Isy Cup.

Alle Produkte sind Eigenentwicklungen, leicht stapelbar und für bis zu 200 Spülgänge geeignet. Die Boxen bestehen aus PBT (Polybutylenterephthalat), die Deckel ohne Gummilippe aus Polypropylen (PP). Laut Anbieter ist die Ökobilanz gegenüber Einweg-Alternativen bereits ab acht Wiederverwendungen positiv - und damit, sind dsie überzeugt, nachhaltiger als alle kompostierbare Verpackungen sind.

Recircle
Die transparenten Isy Cups sind aus langlebigem Tritan gefertigt, isolierend und geschmacksneutral. So eigenen sie sich laut Recircle auch für Obst und Dessert oder Salate. 

Im Foodservice-Kreislauf halten

Ob Box oder Becher, die Mehrweg-Geschirrteile nimmt Recircle zurück, wenn sie etwa verfärbt oder kaputt sind, und führt sie wieder in den Materialkreislauf zurück. Die Deckel werden als sogeannter Sekundär-Rohstoff für Abstandshalter in der Bauindustrie verwendet.

Boxen und Cups werden dagegen mit ambitioniertem Ziel zunächst gesammelt: Die Jungunternehmer arbeiten hier an einem Recycling-Verfahren, das es ermöglichen soll, das Material für einen erneuten Einsatz im Lebensmittelbereich zu verwenden.
stats