Weiterbildung

Good Food aus dem Münsterland

Diese Studierenden haben bei der Summer School „Embedded Food Systems in Territories“ an der FH Münster mit anderen Studierenden aus insgesamt sechs europäischen Ländern zusammengearbeitet.
FH Münster/Dzemila Muratovic
Diese Studierenden haben bei der Summer School „Embedded Food Systems in Territories“ an der FH Münster mit anderen Studierenden aus insgesamt sechs europäischen Ländern zusammengearbeitet.

Gäste aus fünf europäischen Hochschulen besuchten die Summer School der FH Münster. Ihr Anliegen: Nachhaltige Ernährungssysteme und ihre regionale Einbettung am Beispiel des Münsterlands kennenlernen. Die gesammelten Ergebnisse fließen in das Projekt "GOODFOOD" ein.

Das landwirtschaftlich geprägte Münsterland gehört zu den Regionen mit den höchsten Tierbeständen. Auf den Feldern dominiert Mais, angebaut vor allem für Tierfutter und Biogasanlagen. Das urbane Zentrum Münster dagegen glänzt mit vielen Angeboten und Initiativen zu alternativen Ernährungsformen und Ernährungssystemen. "Dieses Spannungsfeld ist mir erst so richtig erlebbar geworden, als ich mit einem Team die Summer School vorbereitete", sagt Prof. Dr. Carola Strassner von der FH Münster.

Nachhaltig, regional, integriert

Die Wissenschaftlerin vom Fachbereich Oecotrophologie – Facility Management hatte Lehrende und Studierende von Hochschulen in Bulgarien, Frankreich, Italien, Polen und Rumänien eingeladen. Das Thema der Sommerakademie: nachhaltige Ernährungssysteme und ihre regionale Einbettung am Beispiel Münsterland. Neben Vorträgen und Gruppenarbeiten gehörten Exkursionen zum einwöchigen Programm, etwa zum zur solidarischen Landwirtschaft Gärtnerhof Entrup in Altenberge mit starken Bezügen zur Region.

Auch die LWL-Klinik Münster ist bei der Patientenverpflegung eng mit dem Münsterland verbunden. Einen großen Teil der Lebensmittel für die Kantinen beziehe man aus einem Umkreis von nicht mehr als etwa 60 Kilometern, berichtete der kaufmännische Direktor Thomas Voß den Gästen.

Internationale Forschung

Die Erkenntnisse aus der Summer School fließen in das internationale Forschungsprojekt "Good teaching practices in experiental learning for effective education in embedded food systems", kurz GOOFOOD, ein. Ziel ist es, innovative Lehrkonzepte rund um die Einbettung von Ernährungssystemen durchzuführen, zu testen und anzupassen. Die Ergebnisse sollen am Ende allen Interessierten zur Verfügung stehen. In GOODFOOD aktiv sind neben Dr. Strassner auch Kolleginnen und Kollegen, die an der Summer School teilgenommen haben.

Die Studierenden hatten sich mit Lehrmaterial aus dem Projekt inhaltlich auf die Summer School vorbereitet. Zu ihren Aufgaben gehörte es unter anderem zu analysieren, wie die besuchten Betriebe ins Münsterland eingebettet sind. "Wir haben auch erörtert, was man vom Münsterland lernen kann und was auf andere Regionen übertragbar ist", erläutert die Oecotrophologin Strassner. Das Projekt GOODFOOD läuft noch bis Ende Oktober 2023, gefördert durch das europäische Programm Erasmus+.

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