Rundes Jubiläum

Slow Food Deutschland feiert 30. Geburtstag

Gesunde Lebensmittel aus fairer, am besten regionaler Herstellung sollten allen zugänglich sein.
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Gesunde Lebensmittel aus fairer, am besten regionaler Herstellung sollten allen zugänglich sein.

Slow Food Deutschland engagiert sich mit vielfältigen Projekten, Kampagnen und Veranstaltungen für größere Ernährungskompetenz. Nun feiert der Verein runden Geburtstag u.a. mit seiner Jubiläums-Publikation "Essen ist politisch. 30 Jahre Ernährungsexpertise". Die Mission von Slow Food: ein nachhaltiges Ernährungssystem.

Ernährung ist ein Thema, über das immer mehr Menschen heiß diskutieren. Die Mission, dass alle Zugang zu guten, sauberen und fairen Lebensmitteln erhalten sollen, hat sich Slow Flood Deutschland (SFD) auf die Fahnen geschrieben – und das schon seit 30 Jahren. Den Grundstein dafür legte der italienische Soziologe und Publizist Carlo Petrini: Er rief Slow Food 1989 in seiner Heimat ins Leben. Bereits drei Jahre später wurde in Deutschland der erste nationale Slow-Food-Verein außerhalb Italiens gegründet.

Inzwischen umfasst SFD mehr als 13.000 Mitglieder, die sich in knapp 90 lokalen Gruppen, sogenannten Convivien, organisieren. Ihre Aktivitäten bestehen aus vielfältigen Projekten, Kampagnen und Veranstaltungen. Mit ihrer Bildungsarbeit setzen sie sich für größere Ernährungskompetenz ein. Dabei zeigen sie auch politische Haltung: Laut FSD hat der Verein in den vergangenen 30 Jahren gelernt, "wie kulinarisches Engagement auch politisch gelingen kann und umgekehrt. Wie sich Genuss und Verantwortung beim Essen vereinen lassen."

Deshalb fordert Slow Food ein nachhaltiges Ernährungssystem und einen Wandel, der bis in die Tiefen der Kochtöpfe der Gesellschaft reicht. In seiner Jubiläumspublikation "Essen ist politisch" entwirft der Verein seine Vision einer nachhaltigen Ernährungszukunft, die Vielfalt als Leitbild hat und Gerechtigkeit sicherstellt.

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