Personalie

DGE wählt neues Präsidium

Neuer Präsident des DGE: Oecotrophologe Bernhard Watzl
Andreas Friedrich / fredmcfar.com
Neuer Präsident des DGE: Oecotrophologe Bernhard Watzl

Drei Jahre war Jakob Linseisen von der Universität Augsburg Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Nun wählten die Mitglieder seinen Nachfolger.

Konkret: Gewählt wurde Bernhard Watzl vom Max-Rubner-Institut Karlsruhe zum Nachfolger von Jakob Linseisen. Britta Renner von der Universität Konstanz und Ute Nöthlings, Rheinische Friedrich- Wilhelms- Universität Bonn, wurden als Vizepräsidentinnen gewählt.

Wer sind die Neuen? 

Der Oecotrophologe Watzl leitete bis Januar 2022 das Institut für Physiologie und Biochemie der Ernährung am Max- Rubner- Institut (MRI) in Karlsruhe und ist weiterhin am Karlsruher Institut für Technologie als außerplanmäßiger Professor tätig. Er ist Vorsitzender der DGE-Arbeitsgruppen "Lebensmittelbezogene Ernährungsempfehlungen" und "Evidenzbasierte Leitlinie: Proteinzufuhr und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten". Seine experimentellen Arbeiten liegen im Bereich der immunmodulatorischen Wirkungen verschiedener Lebensmittelinhaltsstoffe. Auf der Ebene der Lebensmittel steht deren präventive Wirkung im Mittelpunkt seiner Arbeit.

Britta Renner leitet seit 2007 den Lehrstuhl für Psychologische Diagnostik und Gesundheitspsychologie an der Universität Konstanz. Sie ist promovierte Psychologin und forscht zu psychologischen Determinanten des Gesundheitsverhaltens, fokussiert auf das Ernährungsverhalten sowie die Entwicklung mobiler Interventionen zur Verhaltensänderung. Subjektive Risikoeinschätzung, Risikokommunikation und Gesundheitsverhalten sind weitere Schwerpunkte ihrer Forschung. Sie ist Sprecherin des BMBF- Verbundprojekts "SMARTACT" und des Forschungsprojekts "Collective Appetite" des DFG-Exzellenz-Clusters EXC 2117 "Collective Behavior“. Renner ist stellvertretende Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (WBAE).

Ute Nöthlings ist Professorin für Ernährungsepidemiologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Sie leitet die Donald-Studie (Dortmund Nutrition and Anthropometry Longitudinally Designed Study), eine offene Kohortenstudie im Kindes- und Erwachsenenalter. Gleichzeitig erforscht sie Ernährungsmuster in epidemiologischen Studien sowie Risikofaktoren für chronische Erkrankungen, inklusive solcher, die auf Biomarkern basieren. Sie führt verschiedene über Drittmittel geförderte Projekte durch und leitet das BMBF-geförderte Kompetenzcluster der Ernährungsforschung Diet- Body- Brain (DietBB).

Die weiteren acht gewählten Persönlichkeiten aus verschiedenen ernährungswissenschaftlichen Disziplinen sind: Jakob Linseisen, Universität Augsburg,  Ulrike Arens-Azevêdo, HAW Hamburg, Ute Alexy und Sabine Ellinger, beide Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Anja Kroke, Hochschule Fulda, Dorothee Volkert, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, und Sascha Rohn, Technische Universität Berlin, sowie Jasmin Godemann von der Justus-Liebig-Universität in Gießen.

Die Mitglieder des wissenschaftlich unabhängigen Präsidiums der DGE repräsentieren nach eigener Einschätzung die Ernährungswissenschaft Deutschlands. Präsident, Vizepräsidentinnen sowie alle gewählten und kooptierten VertreterInnen sind ehrenamtlich für die DGE tätig.

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