Ministeriumskantine

Lauterbach geht leer aus

Er isst vegetarisch und salzlos und findet davon nichts in der Kantine: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).
imago Chris Emil Janßen
Er isst vegetarisch und salzlos und findet davon nichts in der Kantine: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).

Viele Berufstätige kennen das: Es gibt da immer eine Kollegin oder einen Kollegen, die oder der über das Kantinenessen schimpft. In der Bundesregierung ist dies Gesundheitsminister Karl Lauterbach.

"Ich esse ja vegetarisch und salzlos und da gibt es für mich halt nichts", sagte der SPD-Politiker zu RTL/ntv über die Kantine des Bundesgesundheitsministeriums. Dies sei ihm, nach nun einem Jahr im Amt, besonders aufgefallen. "Ich habe dort oft den Eindruck gehabt, als ob der Kantinenbetreiber aus München käme. Weil Weißwürste, Senftöpfe und dergleichen, das hat mich nicht angesprochen."

Bleiben Bananen und Nüsse.

Vor mehr als zwei Jahren war Lauterbach auf Twitter bereits über die Kantine des Bundestags hergezogen, und auch damals suchte er die Schuldigen im Süden der Republik. "Ich gehe hier leider komplett leer aus. Falle auf ein paar Bananen und Nüsse zurück. Offenbar bestimmt die CSU, was gereicht wird...", schrieb er damals und postete das Foto eines Leberkäses mit Kartoffelsalat und Senf.
Vita
Karl Lauterbach, geboren 1963, studierte Humanmedizin in Aachen, Texas und Düsseldorf sowie Epidemiologie und Gesundheitsökonomie in Harvard. Von 1998 bis 2005 war er Direktor des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie. Seit 2001 ist er SPD-Mitglied in der und seit 2005 Bundestagsabgeordneter. Im Dezember 2021 wurde er Bundesgesundheitsminister unter Olaf Scholz. 

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