Vytal | Mehrweg

Crowdinvesting-Hype um Mehrweg-Lösung

Wollen die Welt vom Einwegmüll befreien: die Vytal-Gründer Sven Witthöft, Dr. Fabian Barthel, Dr. Tim Breker (v.l.)
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Wollen die Welt vom Einwegmüll befreien: die Vytal-Gründer Sven Witthöft, Dr. Fabian Barthel, Dr. Tim Breker (v.l.)

Großes Vertrauen in den Erfolg des App-basierten Mehrweg-Systems Vytal und die Wirkung der Mehrwegangebotspflicht bewiesen private Anleger beim laufenden Wiwin-Crowdinvesting. Bereits in den ersten drei Tagen kamen 2 Millionen Euro zusammen. Bis zum 27. Dezember können Mehrwegförderer noch investieren.

Das Kölner Mehrwegunternehmen Vytal hat in nur drei Tagen mehr als 2 Millionen Euro Investment von privaten Investorinnen aus der "Crowd" erhalten. Bereits mehr als 1.000 Menschen investierten über die Crowdinvesting-Plattform Wiwin in die Kampagne des Unternehmens. Vytal wurde vom Kölner Startup Accelerator xdeck angeschoben und für seinen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft durch die Kölner IHK mit dem Going Circular Award 2021 ausgezeichnet. Bundesweit bestätigt das Siegel "Blauer Engel" die umweltfreundliche Wirkung der Lösung.

Bereit für die Mehrweg-Welle 2023

Die Finanzspritze kommt für Vytal genau zum richtigen Zeitpunkt. "Es ist Wahnsinn, welchen Rückenwind unser Geschäft in den letzten Monaten erfahren hat. Ab 1. Januar 2023 gilt die Mehrwegangebotspflicht für Mitnahme- und Lieferessen. Das heißt, Mehrwegverpackungen müssen als Alternative zu Einwegverpackungen angeboten werden. Das wird die Branche verändern", schätzt Dr. Tim Breker, Mitgründer und Geschäftsführer von Vytal. Er ist überzeugt, dass das eigene Unternehmen mit Aktivitäten in neun europäischen Ländern sowie in Israel und Mexiko ein wichtiger Teil dieser Veränderung ist. Das von Wiwin vermittelte Kapital möchte Vytal für den weiteren Ausbau des Partnernetzwerks nutzen.

Das Vytal-Produktsortiment umfasst Behälter und Becher für alle Arten von Speisen und Getränken. Die Ausleihe wird per QR-Code und App anstelle von Pfandabgaben verwaltet.
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Das Vytal-Produktsortiment umfasst Behälter und Becher für alle Arten von Speisen und Getränken. Die Ausleihe wird per QR-Code und App anstelle von Pfandabgaben verwaltet.
Die Mehrweglösung des Unternehmens funktioniert wie ein offenes Bibliothekssystem: Die Behälter werden kostenlos per App ausgeliehen und nach der Nutzung wieder zurückgebracht. Finanziert wird die Lösung durch die Gastronomie, die pro Befüllung einen Centbetrag bezahlt. Mittlerweile nutzen rund 3.500 Restaurants, Kantinen und Supermärkte das Vytal-System – darunter Rewe- und Edeka-Märkte, der Systemgastronom Backwerk sowie insgesamt 14 DAX-Unternehmen wie Bayer, BASF und SAP. Auch in der Kantine des Deutschen Bundestags kommt die Vytal Mehrweglösung bereits zum Einsatz. Buchbar ist sie über die wichtigsten Liefer-Plattformen.

In vorangegangenen Finanzierungsrunden investierten u.a. bereits "Die Höhle der Löwen"-Investor Dr. Georg Kofler, Lieferando-Mitgründer Kai Hansen, die Flixbus-Gründer Jochen Engert und Daniel Krauss sowie Tier-Gründer Lawrence Leuschner in Vytal, das zudem von den internationalen Venture Capital Investoren Grazia Equity, kiko Ventures und Rubio Impact Investments unterstützt wird.

Über Vytal

Vytal wurde 2019 gegründet und will die weltweit führende Technologieplattform für Kreislaufwirtschaft und Mehrweg werden. Das breite Schalen- und Bechersortiment – die Vytals – ersetzen Einwegverpackungen mit einer pfandfreien und digitalen Mehrweglösung für die Gastronomie, Hotellerie und den Lebensmittelhandel. Dafür kam das Unternehmen in der von Jung von Matt geführten Liste unter die Top 50 Startups 2022. Heute zählt das Unternehmen mit Sitz in Köln europaweit rund 80 Beschäftigte.

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