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Kampagne für Klimagerechtigkeit gestartet

Starkes Gepa-Team: Pressesprecherin Barbara Schimmelpfennig (l.), Andrea Fütterer, Leiterin der Abteilung Grundsatz und Politik, und Gepa-Geschäftsführer für Marke und Vertrieb Peter Schaumberger.
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Starkes Gepa-Team: Pressesprecherin Barbara Schimmelpfennig (l.), Andrea Fütterer, Leiterin der Abteilung Grundsatz und Politik, und Gepa-Geschäftsführer für Marke und Vertrieb Peter Schaumberger.

Die Fair Trade-Organisation Gepa und die European Fair Trade Association (EFTA) aus insgesamt sechs Ländern haben gemeinsam eine europäische Klimakampagne ins Leben gerufen. Unter dem Motto "Climate Justice – Let's Do it Fair" wollen sie für mehr Klimagerechtigkeit sorgen. Im Mittelpunkt der Aktion steht das Aktionsprodukt #Choco4Change vegan.

Zu einem menschenwürdigen Leben für Handelspartner im Globalen Süden gemäß dem Motto der Fairen Woche im September gehört auch das Thema Klimagerechtigkeit, findet der Fair Trade-Pionier Gepa. Die Klimakrise verschärfe die globalen Ungleichheiten, indem sie vor allem jene belastet, die am wenigsten dafür könnten.


Zusammen mit Mitgliedern der European Fair Trade Association (EFTA) aus insgesamt sechs Ländern hat die Organisation Gepa eine europäische Klimakampagne unter dem Motto: "Climate Justice – Let's Do it Fair" gestartet. Ziel ist es vor der UN-Klimakonferenz COP 26 vom 31. Oktober bis 21. November in Glasgow auf die Dringlichkeit klimagerechten Handelns für die Partnerorganisationen im Globalen Süden aufmerksam zu machen. Der gemeinsame visuelle und politische Auftritt der Fair Handelsorganisationen aus Italien, Österreich, Frankreich, Belgien, Spanien und Deutschland will aufzeigen, wie der faire Handelsbedingungen Teil der Lösung in der Klimakrise sein können.

Die Kampagne ist multimedial und international angelegt. Sie umfasst vier kurze englischsprachige Filmclips mit Untertiteln in Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Englisch, einen längeren Beitrag von Handelspartnern aus dem Globalen Süden sowie Social Media-Posts und Hintergrundinformationen. Zielgruppe sind engagierte Verbraucher und Multiplikatoren wie die Weltladenbewegung und Gemeinschaftsverpfleger sowie die allgemeine Öffentlichkeit.

"Wir wollen dem Klima-Kolonialismus den Kampf ansagen und machen uns europäisch und international stark für Klimagerechtigkeit", sagt Gepa-Geschäftsführer für Marke und Vertrieb, Peter Schaumberger. "Handelsgerechtigkeit ist für uns die elementare Grundlage, damit die Menschen am Beginn der Lieferkette dem Klimawandel trotzen können."

Im Namen des Klimas

"Für den Fairen Handel der Gepa ist Klimagerechtigkeit schon lange ein zentrales Anliegen", betont Andrea Fütterer, Leiterin der Gepa-Abteilung Grundsatz und Politik. "Die Klimakrise ist auch eine ethische und politische Krise, die nicht bewältigt werden kann, ohne die Grundlagen des globalen Wirtschaftssystems zu ändern." Daher gehe der Ansatz der Kampagne für Klimagerechtigkeit über Klimaneutralität hinaus. Nicht nur CO2-Emissionen gelte es zu reduzieren, dazu gehörten auch Aufforstungsprojekte, Bio-Anbau und Bio-Diversität sowie Bildungs-, Öffentlichkeits- und politische Lobby-Arbeit.

Den Wandel versüßen, Fortschritt ermöglichen

Sadok Saidi ist Geschäftsführer des Gepa-Partners Beni Ghreb – hier bei der Dattelernte.
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Sadok Saidi ist Geschäftsführer des Gepa-Partners Beni Ghreb – hier bei der Dattelernte.
Als Aktionsprodukt für die Kampagne hat die Gepa eine vegane Variante der Klimaschokolade #Choco4Change mit Dattelsüße statt Zucker lanciert. Sie steht beispielhaft für das, was fairer Handel vor Ort leistet und Kooperativen wie dem tunesischen Dattelanbauer und Gepa-Partner Beni Ghreb aus Tunesien beim Umgang mit dem Klimawandel unterstützt werden können.

Pro verkaufter Tafel #Choco4Change fließen unter dem Motto "Mein Beitrag" 20 Cent in die Anschaffung einer neuen Verarbeitungsanlage für gemahlene Datteln – eine Möglichkeit für die Kleinbauern, den Auswirkungen der Klimakrise entgegenzuwirken. Neben angemessenen Preisen erhalten sie eine Fairtrade-Prämie für weitere Investitionen in die Zukunft.

"Die Bauern von Beni Ghreb leiden natürlich sehr unter dem Klimawandel, denn der Temperaturanstieg und der Wassermangel lassen die Früchte austrocknen, wodurch sie kleiner dann sind. Das entspricht nicht den Wünschen der Kunden, die saftigere und größere Datteln haben möchten", erklärte Beni Ghreb-Gründer und Geschäftsführer Sadok Saidi. Rund 30 Prozent der Früchte könnten so nicht vermarktet werden, weshalb Saidi  große Chancen darin sieht, sie als süße Zugabe für die vegane Schokolade einbringen zu können.  

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